Sie ist eine der prägenden Stimmen der deutschen Wirtschafts- und
Energiepolitik. Jetzt ist die Bundeswirtschaftsministerin Katherina
Reiche zu Gast im unendlichen Podcast.
Im Gespräch erzählt sie von ihrer Kindheit in der DDR, vom Aufwachsen in
einer Unternehmerfamilie, deren Betrieb erst zwangsverstaatlicht und
nach der Wiedervereinigung zurückgegeben wurde. Sie spricht über das
Lebensgefühl zwischen Anpassung und Eigensinn, über Schule, Kirche und
die Erfahrung, als »Kapitalistenkind« aufzufallen. Außerdem vom
Mauerfall, den Umbrüchen der Nachwendezeit und davon, warum gerade ihre
Generation zugleich besonders frei und besonders geprägt aus dieser Zeit
hervorging.
Katherina Reiche erklärt, weshalb sie sich zunächst für ein
Chemiestudium entschied, obwohl sie eigentlich Tiermedizin studieren
wollte, und wie sie von dort aus ihren Weg in Politik und Wirtschaft
fand. Sie spricht über ihren Blick auf Industrie, Energie und
unternehmerische Verantwortung – und darüber, warum sie sich in einer
Raffinerie fast so zu Hause fühlt wie andere Menschen im Wohnzimmer.
Katherina Reiche wurde 1973 in Luckenwalde in Brandenburg geboren. Ihre
Mutter ist Physikochemikerin, ihr Vater Chemieingenieur; beide führten
das Familienunternehmen, das bereits vom Großvater aufgebaut worden war.
Reiche machte Abitur mit der Note 1,0 und studierte Chemie in Potsdam.
Später wurde sie CDU-Politikerin, war lange Bundestagsabgeordnete,
arbeitete in führenden Positionen in der Energiewirtschaft und ist heute
Bundeswirtschaftsministerin.
Nach drei Stunden und drei Minuten beendet Katherina Reiche das
Gespräch, denn das kann bei Alles gesagt? nur die Gästin.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Sophie Hübner, Hannah Schraven, Vincent Mank
Freie Mitarbeit: Svenja Heinrichs
Gästemanagement: Paula Georgi, Anna Vahldick
Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an:
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Veröffentlicht am 13.05.2026 um 06:00:00 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
Überall in Deutschland absolvieren Schülerinnen und Schüler derzeit ihre
Abiturprüfungen. Ihnen widmen wir diese Sonderfolge von »Alles gesagt?«.
In den Anfangsjahren haben die Gastgeber Jochen Wegner und Christoph
Amend eher zufällig angefangen, ihre Gästinnen und Gäste, so sie denn
Abitur (oder Matura) haben, nach ihrer Durchschnittsnote zu fragen.
Daraus wurde eine kleine Tradition – und jetzt haben wir in der Abizeit
die besten Passagen aus acht Jahren »Alles gesagt?« in einer Sonderfolge
zusammengestellt.
Unter anderem sind dabei: eine Nobelpreisträgerin und ein Astronaut,
zwei Bundeskanzler und ein Ministerpräsident, Wissenschaftlerinnen und
Unternehmer, Hape Kerkeling und Nora Tschirner, Daniel Kehlmann und Eva
Menasse, Sophie Passmann und Cornelia Funke, Doris Dörrie und Wim
Wenders. Und Charles Schumann, der bekannteste Barbetreiber des Landes.
Ach ja, und warum Friedrich Merz bis heute seine Abinote nicht verrät –
immerhin das hat er auch verraten.
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Veröffentlicht am 07.05.2026 um 06:00:00 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
Er wurde weltweit bekannt als der »Turnschuh-Minister« und prägte als
Vizekanzler und Außenminister die deutsche Politik. Jetzt ist Joschka
Fischer zu Gast in einer Sonderfolge des unendlichen Podcasts »Alles
gesagt?« – (Fast) »Alles gesagt?«, live aufgenommen im Rahmen des 80.
Geburtstags der ZEIT im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.
Im Gespräch blickt Fischer auf die »schönste Tellerwäscher-Vita der
deutschen Nachkriegspolitik« (»Süddeutsche Zeitung«) zurück – vom Sponti
und Taxifahrer bis ins Auswärtige Amt. Er berichtet von den
Straßenschlachten in Frankfurt, seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber
Autoritäten und dem Moment, als er den USA ein deutliches »I’m not
convinced« entgegenhielt. Fischer analysiert die heutige Gefahr durch
den erstarkenden Nationalismus und erklärt, warum Deutschland angesichts
einer neuen Weltordnung wieder lernen muss, Machtpolitik zu betreiben.
Außerdem erzählt er, warum er heute skeptischer auf die Welt blickt als
früher und warum er dem russischen Präsidenten Putin, anders als sein
damaliger Kanzler Gerhard Schröder, schon früh misstraute. Er spricht
über seine emotionale Bindung zu Ungarn, seine Zeit als »letzter Rock
’n’ Roller« der Politik und sein im Mai 2026 erscheinendes Buch »Wer
sind wir?«, in dem er die Führungsfrage für Europa stellt.
Josef Martin Fischer wurde 1948 in Gerabronn geboren. Seine Eltern kamen
als Heimatvertriebene aus Ungarn nach Deutschland; der Familie gehörte
eine Metzgerei. Die Schule brach er vorzeitig ab, da er das starre
System und Lehrer ohne echte Autorität verachtete. Nach Jahren als
Taxifahrer in Frankfurt, in denen er nach eigenen Worten zum politischen
Realisten wurde, wurde er 1985 in weißen Nikes – die heute im
Ledermuseum in Offenbach stehen – als erster grüner Umweltminister
Hessens vereidigt.
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Veröffentlicht am 24.04.2026 um 07:57:24 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
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Veröffentlicht am 11.01.2026 um 11:55:00 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
Im neuen ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt Jochen Wegner, Chefredakteur
der ZEIT, einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns
umtreiben, auf die eine klare Antwort oft schwer zu finden ist. Er
befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den er
für das jeweilige Thema finden konnte – so lange, bis er eine definitive
Antwort bekommt.
Alle Folgen von Nur eine Frage finden Sie hier und auf allen gängigen
Podcast-Plattformen.
Nach den spektakulären Fortschritten, die Large Language Models (LLMs)
wie ChatGPT in den vergangenen Jahren gemacht haben, könnte man schon
ein denkendes Wesen in der Maschine vermuten. Ist da mehr als nur ein
Computerprogramm? In der dritten Folge von Nur eine Frage wollen wir von
KI-Forscher Richard Socher wissen: "Können Maschinen denken?"
Richard Socher ist ein Pionier der KI-Forschung. Seine
Veröffentlichungen haben die Entwicklung der LLMs stark beeinflusst.
Seine Dissertation aus dem Jahr 2016 führte rekursive neuronale
Netzwerke für die Sprach- und Bildverarbeitung ein – zu einer Zeit, als
neuronale Netzwerke als Sackgasse galten – heute sind sie die Grundlage
dessen, was populär als künstliche Intelligenz gehandelt wird. Richard
Socher hat das Prompt Engineering erfunden, also die Eingabe von frei
formulierbaren Sätzen, die heute Standard ist bei der Bedienung von
Large Language Models wie ChatGPT. Socher zählt zu den meistzitierten
KI-Forschern.
Im Gespräch erklärt Socher, warum er "computo, ergo sum" – ich rechne,
also bin ich – für eine brauchbare Definition von Denken hält und
weshalb LLMs mehr sind als nur "stochastische Papageien". Socher:
"Letztlich haben auch Menschen ein Sprachmodell irgendwo im Gehirn."
Nach Ansicht des Forschers ist es problematisch, Intelligenz zu sehr aus
menschlicher Sicht zu definieren und zum Maßstab für KI zu nehmen. Die
KI sieht Socher überall dort im Vorteil, wo sich Ergebnisse simulieren
und verifizieren lassen – ob das Spiele wie Schach oder Go sind oder die
Mathematik. Genau in diesen Bereichen sagt Socher spektakuläre Erfolge
der KI für die nächsten Jahre voraus.
Die Allgemeine Generative Intelligenz (AGI), die von vielen KI-Firmen
und -Wissenschaftlern angestrebt wird, definiert Socher als System mit
vielen Fähigkeiten, die sich an denen des Menschen orientieren. Das von
ihm mit erfundene Prompt Engineering sieht er als wichtigen Schritt auf
dem Weg zu dieser Superintelligenz. Nächste, wichtige Meilensteine
wären, dass KIs anfangen, sich selbst zu verbessern und die Grenzen der
menschlichen Wahrnehmung und Intelligenz überwinden. Bislang allerdings
würden KIs mit menschlicher Sprache trainiert und mit menschlichen Tests
gemessen, was zwangsläufig an Grenzen stoßen werde. Der Ausweg:
Simulation, Verifikation und neue Sensorik – damit KI über den
menschlichen Horizont hinaus wahrnehmen und handeln kann.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Jens Lubbadeh
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Veröffentlicht am 03.10.2025 um 06:00:00 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
Im neuen ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt Jochen Wegner, Chefredakteur
der ZEIT, einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns
umtreiben, auf die eine klare Antwort oft schwer zu finden ist. Er
befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den er
für das jeweilige Thema finden konnte – so lange, bis er eine definitive
Antwort bekommt.
In der ersten Folge von Nur eine Frage stellen wir dem britischen
Neurowissenschaftler Anil Seth eine der grundlegendsten Fragen
überhaupt: "Gibt es mich wirklich?".
Anil Seth wurde 1972 in Oxford geboren. Seit über 20 Jahren erforscht
der Neurowissenschaftler das Phänomen des Bewusstseins. In seinem Buch
Being You - A New Science of Consciousness hat er seine Theorie des
Bewusstseins erläutert. Grundgedanke von Seths Bewusstseinstheorie ist:
Das Gehirn beobachtet die Welt nicht passiv, sondern es ist genau
umgekehrt: Es erschafft sich aktiv die Welt. Seth nennt das
"kontrollierte Halluzinationen".
Aber was passiert, wenn das Gehirn in Narkose gesetzt wird? Ist
Bewusstsein ein Kontinuum oder ist es entweder an oder aus? Außerdem hat
Anil Seth sich viele Gedanken über die Seele gemacht und ob KI-Systeme
wie ChatGPT schon über ein Selbstbewusstsein verfügen.
Seine abschließende Antwort auf die zentrale Frage des Podcasts, ob "Ich
wirklich existiere" lautet: "Nein. Aber …"
Aber, weil: Das Ich ist nicht wie ein Stein oder ein Tisch. Aber es ist
dennoch so real wie beispielsweise die Farben. Eigentlich gibt es auch
sie nicht, sondern nur elektromagnetische Strahlung. Trotzdem sehen wir
Farben. Genauso ist es mit dem Ich.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Jens Lubbadeh
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Veröffentlicht am 17.09.2025 um 00:00:00 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
"Alles gesagt?" bietet ab sofort in unregelmäßigen Abständen Bonusfolgen
an – exklusiv für Hörerinnen und Hörer, die ein ganz normales Digitalabo
oder das neue Podcastabo der ZEIT haben. Heute beginnen wir mit der
deutschen KI-Übersetzung des Gesprächs mit David Remnick, dem
Chefredakteur des "New Yorker", die wir auf vielfachen Wunsch
angefertigt haben. Das frei zugängliche englische Original haben wir
bereits am 21. Februar veröffentlicht.
Unsere Abonnentinnen und Abonnenten können außerdem die normalen Folgen
von "Alles gesagt?" in Zukunft eine Woche früher hören. Nach sieben
Tagen öffnen wir sie dann für alle. Mit diesem Early-Access-Angebot
starten wir in den kommenden Tagen.
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Veröffentlicht am 26.03.2025 um 11:17:21 Uhr
- Autor: DIE ZEIT
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zur Macht" unter www.zeit.de/merz und in Ihrer Podcast-App.
Privatjets, Tabubrüche und ein großes Comeback. Friedrich Merz ist kein
Politiker wie jeder andere. Und nun wird er Deutschlands nächster
Kanzler. Aber was treibt ihn an? Und kann man ihm vertrauen?
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Veröffentlicht am 05.03.2025 um 06:00:00 Uhr
- Autor: DIE ZEIT